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Was bei der Virtualisierung beachtet werden muss

Server-Virtualisierung scheint oft schnell und einfach umzusetzen zu sein, aber manchmal können auch Fehler und Probleme den eigentlichen Vorteil behindern oder zunichte machen.

Es bedarf einer gewissen Erfahrung, diese Besonderheiten zu kennen und Fehler bei der Analyse, Planung und Durchführung der Server-Virtualisierung absolut auszuschließen.
Selbstverständlich gehen wir erst mal ausschließlich von den Vorteilen aus, die eine Server-Virtualisierung mit sich bringt. Wir optimieren damit die Auslastung der Systeme und können die Anzahl der physischen Server verringern. Der Energiebedarf in kleinen und großen Rechenzentren lässt sich senken, die Kosten für die Administration werden reduziert. Außerdem sorgt die Entkoppelung vom physikalischen System für mehr Flexibilität und Sicherheit.

Auch die Steigerung der Effizienz ist systematisch zu erreichen, was jedoch ein sehr planvolles Einsetzen der virtuellen Maschinen voraussetzt.

Alle virtuellen Maschinen müssen auch kompetent verwaltet, gewartet und gepflegt werden. Daher sollten klare Regeln für die Bereitstellung neuer VMs definiert werden, um deren überbordendes Wachstum zu verhindern.

Wichtig ist auch die präzise Ist-Analyse. Welche realen Systeme lassen sich überhaupt virtualisieren und welche Betriebsmittel benötigen sie.
In der weiteren Analyse-Phase muss sehr sorgfältig ermittelt werden, welche Ressourcen diese Systeme in einer virtualisierten Umgebung benötigen.

Die präzise und ganzheitliche Workload-Analyse ist der Schlüssel zu einem Gelingen der geplanten Virtualisierung.

Sehr oft ist die Plattform, auf der virtualisiert werden soll, durch nicht einheitliche Systeme, Treiber und Komponenten geprägt. Heterogene Plattformen sind schwerer zu managen in der Installation, Wartung und Pflege. Auch manche Funktionen des Hypervisors erfordern eine gewisse Homogenität.

Umgebungen, die eine gewisse Homogenität bezüglich der Storage-, Netzwerk- und Server-Architektur aufweisen, sind wesentlich einfacher zu verwalten.

Man muss sinnvoll festlegen, wie zusammenwirkende Applikationen gruppiert und auf dem Server verteilt werden können. Kommunizieren z. B. bestimmte virtuelle Maschinen in hohem Maße miteinander, ist es sinnvoll, beide Systeme auf einem physikalischen Server laufen zu lassen.

Es ist wichtig, die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge zu kennen und zu berücksichtigen. Nicht allein technische Aspekte spielen eine Rolle.

Die Auslastung von Ressourcen-Pools kann kontinuierlich überwacht werden, die virtuellen Maschinen werden gerecht auf die verfügbaren Kapazitäten verteilt.

Aber auch bei diesen Automatismen müssen bei der Gruppierung von Applikationen die technischen UND betriebswirtschaftlichen Aspekte berücksichtigt werden.

Seit jeher gelten für physische Server-Landschaften feste Regeln, z. B. im Bereich Security.

Diese Regeln dürfen in virtualisierten Umgebungen nicht verändert werden, sondern sind zwingend einzuhalten.

Neben den festen Regeln ist auch die Nutzung des „Vieraugenprinzips“ wichtig, denn der Administrator erhält durch die Virtualisierungsprojekte die Rolle eines übergeordneten Users, der viele virtuelle Maschinen im Blick behalten muss. Der kleinste Fehler kann sich auf die komplette Server-Landschaft auswirken.

Mittels absolutem Expertenwissen, durchdachten Kontrollmechanismen und der Einhaltung des „Vieraugenprinzips“ werden solche Gefahren weitgehend ausgeschlossen.

In manchen Fällen wird die Virtualisierung der Server als „Allheilmittel“ gesehen.

Richtigerweise ist sie jedoch nur ein Teil einer ganzheitlichen Optimierung der vorhandenen Infrastruktur und muss mit mehreren anderen Initiativen wie z. B. I/O- und Storage-Konsolidierung einhergehen.